Uncanny Inhumans 1

Seit Infinity durchleben die Inhumans turbulente Zeiten. Charles Soule und Steve McNiven führen Black Bolt, Medusa und ihr Gefolge nun in die Ära des neuen Marvel-Universums.

In der Obhut des Feindes

Als Mitglied des Geheimbundes Illuminati, wusste Black Bolt vom bevorstehenden Ende des Multiversums. Um das Leben seines Sohnes zu retten, bat er kurzerhand den Zeitreisenden Kang um Hilfe. Dieser versteckte sich irgendwo im Zeitstrom und übernahm die Erziehung des königlichen Sprösslings. Zur Überraschung aller war der Untergang des Multiversums jedoch nicht das Ende und nun will Black Bolt seinen Sohn zurück holen. Uncanny_Inhumans_1_CoverDoch Kang ist alles andere als erfreut und so formiert Black Bolt eine kleine Einheit, die Ahura befreien soll.

Die Gewinner des Neustarts

Charles Soule ist schon ein cooler Typ. Nachdem in Infinity eine Terrigen-Bombe für reichlich Zuwachs bei den Inhumans gesorgt hat, schrieb der aus Brooklyn stammende Autor eine packende Serie, die eindrucksvoll gezeigt hat, wie Medusa versucht, mit dem neuen Status quo zurecht zu kommen und die neuen Inhumans zu beschützen. Und plötzlich kommen die kreativen Köpfe von Marvel daher und zerstören mal eben das komplette Marvel-Universum, um es dann stark verändert wiederzubeleben. Und Charles Soule? Der schreibt einfach weiter, fast so als wäre nichts geschehen. Dank eines kleinen Zeitreisetricks bleiben die meisten Probleme, die die Inhumans angehen wollten akut und auch der narrative Zeitsprung von acht Monaten seit dem “Ende” der Welt, schadet der Geschichte wenig. Dabei setzt der Autor nicht nur auf eindrucksvolle Action, sondern betont vor allem die Beziehung der Figuren untereinander. Gerade das Dreieck bestehend aus Black Bolt, Königin Medusa und Johnny Storm sorgt für zahlreiche gute Momente. Doch auch der Konflikt mit Kang kann mehr als einmal überraschen. Soule gelingt es geradezu spielerisch, die Figuren so interessant zu gestalten, dass man sofort den Wunsch verspürt mehr über jeden Einzelnen zu erfahren.

Ohne Worte und doch so ausdrucksstark

Mit der Verpflichtung des Kanadiers Steve McNiven hat man bei Marvel ein goldenes Händchen bewiesen. Uncanny_Inhumans_StatementSein dünner Strich zaubert eindrucksvolle Mimik aufs Papier. Hiervon profitiert besonders Black Bolt, der nahezu ohne Sprache auskommen muss. Eine Szene, in der er Johnny Storm klar macht, was er von dem Verhältnis mit Medusa hält, ist so intensiv gezeichnet, dass man die Spannung zwischen den Beiden förmlich greifen kann. Doch auch Medusas unbändige Haarpracht wird von McNiven souverän in Szene gesetzt. Spätestens, wenn sich Black Bolt auf Zeitreise begibt, werden auch die letzten Zweifler bekehrt. Egal, ob er eine riesige Pyramide zu Papier bringt oder einen gewaltigen Tyrannosaurus Rex. Alles wirkt so detailliert und präzise, dass es eine Freude ist, die Bilder auf sich wirken zu lassen.

Fazit

Uncanny Inhumans gehört zu den vielversprechendsten Serien des Marvel Neustarts und das obwohl Charles Soule kaum etwas verändert. Die Spannungen zwischen den Figuren sorgt schon für Spitzenunterhaltung, da wirken die ansehnlichen Actionsequenzen wie ein Sahnehäubchen.

zur Leseprobe

Uncanny Inhumans 1 von Charles Soule und Steve McNiven ist bei Panini Comics als Softcover erschienen. Preis 16,99 € Umfang 148 Seiten
Marcus Koppers

Author: Marcus Koppers

Durch verschiedene Comicverfilmungen habe ich das Medium relativ spät für mich entdeckt. Seit dem bin ich besonders den Superhelden verfallen. Aber auch alle andere Geschichten die die Eigenheiten des Mediums nutzen können mich begeistern.

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