Star Wars: Jedi – Die Dunkle Seite
21 Jahren vor den Ereignissen in Star Wars Episode 1, wird Jedi-Meister Qui-Gon Jinn damit beauftragt einen Mord zu untersuchen und im gleichen Zuge einen Bürgerkrieg zu verhindern. Was zunächst nach einer Jedi-Routine Mission aussieht entpuppt sich schnell als große Herausforderung für Qui-Gon und seinen Padawan.
Meister und Schüler
Telos IV steht kurz vor dem Ausbruch eines Bürgerkrieges. Als dann auch noch die Hohepriesterin ermordet wird, droht die Situation zu eskalieren. Der Rat der Jedi sendet Meister Qui-Gon Jinn und seinen Padawan Xantos aus um schlimmeres zu verhindern und den Mörder zu fangen. Begleitet werden die beiden von einem weiteren einer weiteren Jedi und deren Schülerin. Das Prekäre an der Mission ist, dass Xantos von Telos IV stammt und er seine Heimatwelt im Kindesalter verlassen hat um bei den Jedi zu trainieren. Der Rest seiner Familie lebt jedoch noch auf Telos IV und der junge Padawan muss sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Als wäre das nicht schon eine Herausforderung für den Schüler, so werden er, sein Meister und ihre Begleiter schon beim Landeanflug auf Telos IV heftig beschossen. Allen wird schnell klar, dass dieser Auftrag alles andere als einfach sein wird. Neben der heiklen Mission zeichnet sich aber schnell ab, dass auch Xantos seiner größten Prüfung entgegen sieht – seinem Vater!.
Die Story von “Die Dunkle Seite” beginnt recht ruhig und zieht dann aber in Spannung und Dramatik schnell an. Zuerst hatte ich das Gefühl einen Krimi zu lesen, da die Jedi typische detektivische Aktivitäten machen. Dann entwickelt sich die Story aber schnell zum waschechten Politthriller um die Machtverhältnisse auf Telos IV. Dabei war der Verlauf und vor allem der Ausgang des Ganzen nicht vorhersehbar und hat mich daher angenehm überrascht. Leider lässt sich das bisherige Lob nicht auf den Storybogen um Qui-Gon Jinns Padawan Xantos anwenden. Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass es sich bei dem jungen Schüler um einen undisziplinierten Raufbolt handelt, der große Probleme damit hat seine Gefühle zu kontrollieren. Und wie es bei Star Wars nun mal so ist, haben Padawane oder auch Jedi’s mit den genannten Charaktereigenschaften kaum eine Chance den Band, das Buch oder den Film überleben oder weiterhin als Jedi zu arbeiten.. Das hat sich wohl auch Scott Allie gedacht. Der Verlauf des Storybogens um Xantos ist so einfallslos wie vorhersehbar und erinnert schon stark an die späteren Probleme zwischen Obi Wan und Anakan Skywalker.
Durchwachsen
Mahmud Asrars Zeichnungen waren sehr durchwachsen. Einerseits beweist er ein gutes Händchen für dynamische Kampfsequenzen und überzeugt mit den Gefühlsausdrücken in den Gesichtern seiner Charaktere, andererseits fehlten mir oftmals die Details in den Ausarbeitungen. Leider wirkten einige von ihm gezeichneten Charaktere, naja, sagen wir mal “komisch”. Es gibt zum Beispiel in Panel mit einer Nahaufnahm von Yoda, in dem der kleine grüne Jedi Meister einen sehr unförmigen Eierkopf hat. Auch Qui Gon wirkt nicht immer vorteilhaft: Ebenfalls in einem Panel mit einer Nahaufnahme hatte ich auch noch nach fünf maligem Hinschauen den Eindruck, dass der gute Mann auf einmal einen massiven Überbiss des oberen Kiefers hat.
Fazit
Star Wars Jedi: Die Dunkle Seite konnte mich mit den Storybögen um die Aufklärung des Mordes und dem wirklich guten Politthrillerelementen überzeugen. Ebenso die tollen Actionsequenzen und die Ausdruckstarken Gesichter von Zeichner Asrar. Leider war der Storybogen um den Padawan ein Schuss in den Ofen und der Zeichner leistet sich auch einige Fehltritte.
Star Wars Sonderband 66: Jedi – Die Dunkle Seite von Scott Allie und Mahmud Asrar mit 128 Seiten im Softcover. Preis: 12,95 Euro




