Star Wars: Handbuch der imperialen Streitkräfte

Der Rebellenallianz gelang es ein streng vertrauliches imperiales Dokument zu erlangen, dass „Handbuch der imperialen Streitkräfte“. Die Informationen in diesem Handbuch wurden von ranghohen Mitgliedern der Rebellion studiert, kommentiert und stehen dank Panini Books nun allen Star Wars Fans zur Verfügung.

Im Dienste des Imperators

STARWARSHANDBUCHDERIMPERIALENSTREITKRC4FTE_Hardcover_328Neben Romanen veröffentlicht Panini Books seit geraumer Zeit diverse Zusatzliteratur aus dem Star Wars Universum. Neben den Büchern der Sith, Jedi und Kopfgeldjäger werden sogar Koch- und Bastelbücher angeboten. Das „Handbuch der Imperialen Streitkräfte“ ist der neueste Titel aus dem Hause Panini und gewährt einen Einblick in die Strukturen von Imperator Palpatines Exekutive. Detailliert wird dabei der Aufbau der Armee, der Flotte und des Korps der Sturmtruppen erläutert. Der wissbegierige Fan bekommt Dienstränge, historische Hintergründe, technische Details wie den Aufbau einer Sturmtruppenrüstung und vieles mehr in kompakter und übersichtlicher Form präsentiert. Immer wieder gibt es auch Missions- und Erfahrungsberichte verschiedener Piloten und Offizieren, welche eine angenehme Abwechslung bieten. Das Handbuch ist dabei sehr aktuell und lässt auch Inhalte wie die Inquisitoren oder die Kampfläufer aus der neuen Serie Rebels mit einfließen. Die handschriftlichen Kommentare, unter anderem von Han Solo, Leia Organa, Luke Skywalker und Wedge Antilles sollen den hart indoktrinierten Inhalt des Buches auflockern. Das gelingt stellenweise auch und der eine oder andere Hinweis entpuppt sich als sinnvolle Zusatzinformation. Zu oft sind sie jedoch ohne weiteren Belang und wirken ab und an sogar fast lächerlich und deplatziert. Die Idee ein fiktives Handbuch während der Schlacht um Endor in die Hände der Rebellen gelangen zu lassen und diese dann mit Kommentaren der Rebellenallianz zu versehen ist super, doch dann bitte mit sinnvollem Mehrwert und nicht nur mit immer wiederkehrenden aufgesetzten Zwangswitzen von Han Solo. Dabei muss man fairerweise sagen, dass die vorausgegangenen Bücher der Jedi und Sith ebenfalls mit Kommentaren versehen waren.

Propaganda vom Feinsten

Die Illustrationen im Buch sind etwas rar gesät, aber grandios. Gerade bei der Auflistung der verschiedenen Sturmtruppenvarianten hätte man sich ein Bild je Einheit gewünscht und nicht nur Illustrationen der bekannten Schnee- oder Wüstensoldaten. Dafür sind die vorhandenen Bilder durchweg beeindruckend und die sehr beliebten Propagandaplakate der Imperialen passen hervorragend ins Buch.

Obwohl der Inhalt und die Aufmachung des Buches sehr zufriedenstellend sind, so gibt es Kritik an der Übersetzung. So wird zum Beispiel der Tie-Hunter im Verlauf des Buches auch mal zum Tie-Hetzer oder der Eclipse-Class Sternenzerstörer zur Eklipse. Leider hat sich auch der ein oder andere Rechtschreibfehler eingeschlichen.

Als Ursache hierfür ist inzwischen ein Produktionsfehler beziehungsweise die Verwendung des falschen Skriptes identifiziert. Dies wurde über eine Anfrage eines Redakteurs des Jedi Forums bei Panini bekannt, der die Stellungnahme dann gepostet hat.

Fazit

Trotz Probleme in der Übersetzung und den Schreibfehlern, ist das Handbuch der Imperialen Streitkräfte empfehlenswert. Es gibt einen sehr guten Überblick über Menschen, Material und Struktur der imperialen Streitkräfte, was ja auch der eigentliche Zweck eines solchen Handbuches ist.

STAR WARS: HANDBUCH DER IMPERIALEN STREITKRÄFTE von Daniel Wallace erscheint gebunden mit 176 Seiten bei Panini Books. Preis: 19,99 Euro.
Daniel Klein

Author: Daniel Klein

Comics, Science Fiction und Videospiele begleiten mich seit meiner Kindheit. Im Nachhinein muss ich mich eigentlich bei meinen Eltern entschuldigen, da ich ich ihnen andauernd irgendwelche Comichefte, Actionfiguren oder Raumschiffe aus den Rippen geleiert habe. Ach und danke Oma, für den GameBoy, durch den ich die Welt der digitalen Unterhaltung betreten und bis heute nicht mehr verlassen habe. Heute bin ich natürlich älter und weiser, aber die kindliche Faszination hat die Jahre überdauert und jetzt bin ich sozusagen Berufs-Nerd. An Comics schätze ich, dass kein anderes Medium eine derartige Erzählkunst, mit einem Mix aus Schrift und Bild in unendlichen Variationen bietet.

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