Simons Gamescom Schnipsel

Zu sehen gibts auf der Gamescom auch 2014 wieder mehr als genug, Zeit darüber ausführlich zu berichten aber natürlich nicht. Deshalb hier also ein paar wild zusammengeschmissene Eindrücke.

Sacred 3

Sacred 3 CoverDer Diablo-Thron-Anfechter hat sich endgültig vom Hack’Nslay zum Action-RPG gemausert. Monster werden nicht mehr tot geklickt sondern mit frei platzierten Schlägen und zaubern aus den Latschen gepustet. Das schnelle Gameplay mit Ausweichrollen und Aoe-Attacken erinnert sehr an „Bastion“. Und obwohl die Demo größere Tiefe vermissen ließ funktioniert der Sog aus rollen und töten ziemlich gut. Größter Grund allerdings das Pad aus der Hand zu legen: die peinlich, dämliche deutsche Lokalisierung

Arena of Fate

Neue Gamescom, neues Moba, sollte man denken. Der Titel aus dem Hause Crytek versucht sich allerdings von Konkurrenz wie Heroes of the Storm oder dem Platzhirsch League of Legends mit veränderter Lvl-Mechanik und nettem Setting abzuheben. Denn statt purer Fantasy gibt es semi-historische Figuren wie William Wallace und Robin Hood bis zu Märchencharakteren wie der Russenhexe Baba Jaga oder Sherlock Holmes. Auf der anderen Seite steht das Klassen/metagame – die Figur verbessert sich nicht durch Items und stärkere Fähigkeiten sondern frei wählbare Boni. Außerdem kann man am Anfang einen bestimmten Trait wählen, der einen schneller über die Map stromern oder schneller wieder auferstehen lässt. Wer also möchte kann seinen Jesse James zu einem lebensstarrenden Panzer entwickeln und die am Gürtel baumelnden Pistolen ignorieren. Gerade schießen Mobas ja wie Pilze aus dem Boden, daher wird jeder Spieler für sich entscheiden müssen, ob es sich lohnt von altbekannten Hasen wie League of Legends oder Dota abzuspringen. Mich persönlich interessiert da ein Heroes of the Storm von Blizzard, dank Charakterikonen wie Diablo und dem Uther schon mehr.

Arena of Fate

Sid Meiers Civilization Beyond

In loungeigen Sitzkissen konnte man eine rund zehnminütige Präsentation von Sid Meiers neuestem Civilization-Ableger „Civilization Beyond“ anschauen, der die Weltbesiedlung auf neue Planeten verlegt. Von Menü und Interface scheint fast alles beim Alten geblieben zu sein, „Civ Beyond“ könnte man fast für eine umfassende Mod handeln. Neben der Keilerei mit Nachbarn um Rohstoffe und Terrain scheint diesmal aber auch die planeteneigene Flora eine größere Rolle zu spielen – so scheint nicht jede Ecke die außerplanetaren Siedler gleich gut willkommen zu heißen und antwortet schon mal mit giftigen Pilzsporen. Galeeren und Rittern aus dem Vorgängern wurden durch Mechs und futuristische Kreuzer ersetzt, sonst wirkt aber alles wie beim Alten – was aber für kaum ein Spiel ein besseres Kompliment sein könnte als die Civ-Reihe. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Upgrades und Neuerungen zahlreich genug ausfallen um einen Vollpreis zu rechtfertigen. Meine Vorfreude als Civilization 4 und 5 Fan ist allerdings riesig!

Sid Meiers Civilization Beyond

Lords of the Fallen

Der Titel des deutschen Entwicklerteams Deck 13, die zuvor mit seichten aber lustigen Adventures wie „Jack Keane“ über die Monitore flatterten war ebenfalls mit einem bockschweren Demo-Level spielbar. Oder vielleicht bzw. ganz wahrscheinlich, war ich auch einfach zu schlecht. Zumindest tritt man als Ritter in fetter Rüstung einem größeren Ritter in noch fetterer Rüstung entgegen und bekommt volles Pfund aufs Maul. Das Ganze erinnert stark an „Dark Souls“, nicht nur vom Schwierigkeitsgrad sondern auch vom Gameplay und dürfte genau in diesen Fan-Scharen seine Spieler rekrutieren. Für mich beim Anspielen zu anspruchsvoll um mich nach dem dritten Mal abmurksen noch zu einem vierten Versuch zu motivieren, aber dadurch sicher kein schlechter Titel, den gerade Fans des bockschweren Fantasy-Actioners unbedingt im Auge behalten sollten!

Simon Traschinsky

Author: Simon Traschinsky

Seit ich denken kann eigentlich Zocker, Brettspieler und passionierter Filmliebhaber, erwachte mein Interesse für das Medium Comic unglaublich spät – aber auch mit zwanzig Lenzen aufem Buckel war Nolans "The Dark Knight" so faszinierend, dass er mir die Tür zur Welt der Bildergeschichten öffnete – und ich nach dem hindurchschreiten meinen Augen nicht trauen konnte. Jahre später bin ich verloren, hole Klassiker nach, genieße Aktuelles, entdecke für mich immer noch neues, unbekanntes Terrain. Ob Gail Simones "Secret Six", Robinsons "Starman" oder Brubakers "Captain America": Von Ermüdung keine Spur, Autoren und Alben ringen wieder und wieder um den ersten Platz in meinem Fan-Herzen – und das mit Erfolg.

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