Simons Gamescom Schnipsel 2

Die Gamescom mag schon ein paar Wochen hinter uns liegen, den zweiten Teil meiner Schnipseljagd möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten.

Alien Isolation

Auf der Gamescom hört dich niemand schreien. Ganz so schlimm wars nicht, aber selbst unbequem stehend und mit Messegetöse außen rum schafft es „Alien Isolation“ eine beklemmende Atmossphäre aufzubauen. Der am Levelstart herumstehende Flammenwerfer ist dabei eine Begrüßung für den frühen Heldentod, denn wer glaubt mit dem Feuerspucker die Konfrontation suchen zu können irrt. Nach zwei Pustern ist die Wumme leer und das außerirdische Mistvieh mit Glück wenigstens vergrault und mit unglück ziemlich unbeeindruckt, was schnell den Game Over-Screen folgen lässt. Also heißt es schleichen, brav auf den Bewegungsmelder schauen und sich im unbequemen Metallspind verstecken. Dabei sollte man nicht vergesssen per Schultertaste die Luft anzuhalten, wenn das Monstrum vorbeispaziert ansonsten … naja, das kann man sich denken. Der Demo-Level protzt also und schafft eine saubere Alien-Atmosphäre. Bleibt allerdings die Frage, wie man das auf eine Spielstände auf mehrere Stunden ausdehnen will, ich bleib gespannt.

Alien Isolation

Super Smash Brothers Wii U

Bei dem Haudrauf der Nintendo-Recken ist wirklich alles beim Alten geblieben. Kaum hatte ich das Pad in der Hand fühlte ich mich sofort wie zuhause, selbst mit dem Neuzugang Megaman. Die Knöpfchen bleiben die Alten, es gibt ein paar neue Items und die Levels sind wieder angenehm dynamisch. Mit einem zwei Minuten Limit ist das Match allerdings schnell vorbei und viel Zeit zum Ausprobieren bleibt nicht. Ein zweites Mal anstellen möcht ich mich auch nicht, denn mir ist klar: Sobald das Ding raus ist werd ich zusammen mit ein paar Kumpels noch mehr als nur ein paar Abende in das Spiel stecken. Never change a winning team.

Und wer sich die Wartezeit noch etwas verkürzen will, kann das mit der hervorragenden Dokumentation „The Smash Brothers“ tun. Die Macher von EastPointPictures zeigen dabei wie aus einem ursprünglich unkompetitiven Spiel eine Turnier-Gemeinde vor den Zeiten des modernen Internets erwachsen konnte, die auch Jahre später noch freudig auf diese Tage zurückblickt. Und am Ende sogar meine Augen nicht ganz trocken ließ. Tolles Ding jedoch nur in Englisch zu bestaunen.

Batman – Arkham Knight

Nach dem auf hohem Niveau stagnierenden „Arkham Origins“ kommt mit „Arkham Knight“ jetzt der „echte“ Nachfolger aus dem Hause Rocksteady. Zu sehen gabs eine knapp viertelstündige Präsentation wie Batman versucht … wobei Batman versucht nicht, Batman TUT es einfach … wie Batman eine besetzte Chemiefabrik inklusive geiselfizierter Wissenschaftler befreien … tut. Was für ein Deutsch. Dabei gibts natürlich besonders viel von dem breit angekündigten Batmobil als fahrbaren Untersatz zu sehen. Dieses kann mit zwei Modi, entweder als flinker Flitzer oder träger, aber mobiler Panzer, Gothams Schurken zu Leibe rücken. Wo die Vorgängerspiele schon verdammt nah an ein perfektes Batmanfeeling gekommen sind, scheint Rocksteady nun noch eins draufsetzen zu wollen, denn der Spieler kann sich aus dem fahrenden Batmobil schleudern und die damit verbundene Schubhilfe gleich mal in einen Gleitkick umwandeln. Und wer dachte er hätte mit den Takedowns, also dem endgültigen Ausschalten der Gegner während eines Kampfes, schon alles gesehen, darf sich über K.O.-Schläge mithilfe der Umgebung oder des Batmobils selbst freuen. Wie letzteres funktioniert? Gegner hochwerfen, ihr befehlt per Knopfdruck und Batman per Fernbedienung eine Knarre voller Gummigeschosse und pustet so die Gegner des Rächers von den Füßen. Wahnsinn. Und ich dachte schon, nach „Arkham Origins“ könnte ich das nächste Batman dank Ermüdungserscheinungen vielleicht sausen lassen, aber verdammt, ich werd auch diesmal wieder dabei sein.

Batman Arkham Knight

Hazard Ops

Bei Infernum Productions wartete ich auf meinen Termin um „Hazard Ops“ anzuspielen; eine wilde Mischung aus Serious Sam mit Dinosauriern, Gears of War-Elementen und riesigen Mechs. Aber ich gebs zu, bevor ich erstmals Hand an Tastatur und Maus legen konnte, war ich bereits positiv voreingenommen, denn die Ganzen herumhängenden Werbeposter mit flapsigen Sprüchen unten drunter ließen mich tatsächlich grinsen. Mein Favorit war dabei „Pacific Tim – We build Mechs to defeat him“ mit einem schmalen Jungen im weißen Unterhemd, der sich mit einem ekligen-Gewinner-Grinsen vor ein paar haushohen Kampfrobotern in Pose warf. Naja, kommt sicher lustiger rüber, wenn mans selber gesehen hat. Schön jedoch, dass „Hazard Ops“ nicht nur als Poster sondern auch als Spiele eine gute Figur machte. In unseren drei bis vier Partien lag der Fokus dabei auf dem neusten Content-Addon, eben den Mechs. Diese unterteilen sich in drei Klassen von leicht bis schwer, die sich tatsächlich angenehm unterschiedlich spielen. So ist es in einem der schnelleren Kampfläufer tatsächlich möglich die Distanz zum Gegner zu überwinden und diesen mit einem gigantischen Schwert auseinanderzunehmen. Wer dagegen schwere Geschütze bevorzugt ist träge und kann nicht lange per Jetpack gleiten, dafür aber dank Raketenwerfer oder Lasersnipergewehr ganz schön austeilen. Laut Aussage sollen lediglich die kosmetischen Items etwas kosten, dass Spiel für sich soll F2P werden – sehr nett, ausprobieren ist also für jeden drin und wer möchte kann sich immer noch einen dekorativen Duftbaum gegen Ingame-Währung ins Cockpit hängen.

Simon Traschinsky

Author: Simon Traschinsky

Seit ich denken kann eigentlich Zocker, Brettspieler und passionierter Filmliebhaber, erwachte mein Interesse für das Medium Comic unglaublich spät – aber auch mit zwanzig Lenzen aufem Buckel war Nolans "The Dark Knight" so faszinierend, dass er mir die Tür zur Welt der Bildergeschichten öffnete – und ich nach dem hindurchschreiten meinen Augen nicht trauen konnte. Jahre später bin ich verloren, hole Klassiker nach, genieße Aktuelles, entdecke für mich immer noch neues, unbekanntes Terrain. Ob Gail Simones "Secret Six", Robinsons "Starman" oder Brubakers "Captain America": Von Ermüdung keine Spur, Autoren und Alben ringen wieder und wieder um den ersten Platz in meinem Fan-Herzen – und das mit Erfolg.

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