Rezension Ria Die Lichtklan Chroniken 2 | mainstream & independent comics

Ria – Die Lichtklan Chroniken 2

by on 23. Juli 2012

Auf der Suche nach den fünf Fragmentträgern kommen Ria und ihre Gefährten einem gefährlichen Wesen bedrohlich nahe. Und welches Geheimnis birgt das frostige Volk der Kuá Matul?

Die abenteuerliche Reise geht weiter

Der Band setzt genau da an, wo man die Helden am Ende von Band 1 verlassen hat. Ihr Fluggerät stürzt in den Skarpō-Wäldern ab. Trotz der harten Landung verlieren Ria, Loan und Uri keine Zeit und machen sich auf die Suche nach dem ersten Fragmentträger. Denn nur, wenn das mächtige Siegel wieder vereint ist, kann das Böse besiegt werden. Die Wälder haben für die Gruppe eine Überraschung parat und schnell wird klar, dass es nicht einfach sein wird die Fragmente zu bekommen.

Klassische Elemente liebvoll präsentiert

Die Geschichte von Ria ist in ihren Grundzügen der Stoff, aus dem Heldengeschichten gemacht sind. Die Fragmente eines Artefakt, das den entscheidenden Vorteil im Kampf gegen das Böse bringt, sind verteilt und müssen von der Heldengruppe gefunden werden. Dabei besucht die Gruppe verschiedene Orte. Im zweiten Band gibt es neben den geheimnisvollen Wäldern noch eine obligatorische Eiswüste. Die verwendeten Elemente rufen geradezu nach einer Videospielumsetzung denn die Welt von Ria ist mindestens so facettenreich wie das fiktive Azeroth aus dem Online-Rollenspiel World of Warcraft.
Trotz des bekannten Grundgerüsts langweilt man sich bei den Lichtklan Chroniken nicht. Das liegt auch daran, dass die gesamte Welt ungemein lebendig wirkt. Jedes Volk hat eine gut durchdachte Vergangenheit und zu jeder Rasse würde man gerne noch viel mehr erfahren.
Die Machenschaften des Gegenspielers sind ebenso Unheil verheißend und ein geheimnisvoller Gegner sorgt für einen spannenden Cliffhanger.
Optisch scheinen an diesem Band mehr Zeichner aus dem Stenarts Team beteiligt zu sein. Die Bilder wirken dennoch homogen. Nur in Nuancen erkennt man, dass unterschiedliche Künstler am Werk waren. Das schmälert die Freude an den liebvoll gestalteten Charakteren jedoch nicht im Geringsten.

Bemerkenswerte Farbgebung

Besonderes Lob hat der Kolorist Fabian Schlaga verdient. Er versteht es meisterlich den unterschiedlichen Lokalitäten durch feine Nuancen in der Farbpalette die richtige Atmosphäre zu verleihen. So geht von den kalten Eiskristallen ein frostiges Leuchten aus während die Skarpō-Wälder drückend schwül wirken. Diese sehr gelungene Farbgebung sorgt dafür, dass man ganz und gar in der Welt von Ria versinkt.

Fazit

Trotz bekannter Strukturen ist der zweite Band der Lichtklan Chroniken eine liebenswerte und detaillierte Erzählung aus einer lebendigen Welt, der man gerne einen Besuch abstattet.

Leseprobe

Ria – Die Lichtklan Chroniken 2: Die Macht des Siegels  von Thorsten Kiecker, Andreas Völlinger und Fabian Schlaga  mit 64 Seiten im Hardcover erscheint im Splitter-Verlag. Preis: 13,80 Euro.

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