Michel Holtschultes Antworten

Hier sind die Antworten von Michael Holtschulte auf eure Fragen. Der Mann hat sich wirklich Mühe gegeben!

(Wie) Kann man in Deutschland als Karikaturist und Cartoonist (über)leben? Mit dem ersten Buch hat man es ja bestimmt noch nicht geschafft. Wie wichtig sind Merch-Artikel in diesem Zusammenhang?

Wie die Lage der Cartoonisten in Deutschland generell aussieht, kann ich so nicht verallgemeinern. Einige wenige können von ihrer Kunst komplett leben, viele illustrieren überwiegend zusätzlich, andere haben einen branchenfremden Hauptberuf… Die Grenzen sind da fließend.

Ich bin in der glücklichen Situation, dass Illustrationen/ Auftragsarbeiten immer mehr in den Hintergrund rücken und dass ich tatsächlich überwiegend vom Cartoonzeichnen leben kann.

Das setzt sich aber aus vielen Faktoren zusammen und ist sicherlich nicht auf ein einzelnes Buch zurückzuführen. Inzwischen sind es ja auch ein paar mehr. Für den Lebensunterhalt macht es eben die Mischung daraus, aus Auftragsarbeiten und aus Veröffentlichungen in Zeitungen und Magazinen. Merchandising kommt auch hinzu, spielt aber eine eher untergeordnete, wenn auch aufstrebende Rolle. Es ist aber auf jeden Fall eine schöne Anerkennung meiner Arbeit, wenn auf meiner Webseite Shirts bestellt werden, nachdem man sich die Cartoons angesehen hat.

Lachst du über deine eigenen Comics wenn du sie später siehst?

Ich wüsste gerade nicht. Möglicherweise ist das die Konsequenz daraus, mit einem Cartoon – von der jeweiligen Idee bis zur fertigen Variante – so viel Zeit verbracht zu haben, dass es einfach nicht mehr möglich ist, noch darüber zu lachen. Vielleicht ist es aber auch ein allgemeines Problem. Ich lache auch nur sehr selten über Cartoons meiner Kollegen, was ganz einfach daran liegt, dass ich wohl zu tief in der „Materie“ stecke. Schaue ich mir einen Cartoon an, dann beginnt im Kopf sofort die Analyse, ob der Gag funktioniert, wie die Zeichnung aufgebaut ist usw. Das ist schade, aber ich denke, dass es wohl normal ist, sich nicht mehr so unbefangen auf eine Sache einlassen zu können, wenn man so sehr mit ihr beschäftigt ist. Immerhin bin ich damit nicht alleine und ich habe schon von Kollegen gehört, dass es ihnen genauso geht.

Es gibt aber auch Ausnahmen: Wenn ich in meinem Archiv alte Zeichnungen finde, für die ich mich heute schäme, dann lache ich als Ausweichmechanismus, um herunterzuspielen, dass ich peinlich berührt von meinen eigenen Arbeiten bin.

Weitaus erfreulicher ist da das Mitlachen. Wenn ich z.B. bei Signierterminen direkt mitbekomme, wie sehr manche Leute über meine Cartoons lachen, dann muss ich meistens auch lachen. So ein schönes direktes Feedback hat man sonst nicht so oft am heimischen Zeichentisch.

Der Typ am HDDWW-Buchcover schaut dir irgendwie ähnlich. Wie viele Inspiration ziehst du aus deinem eigenen Leben oder dem Leben deiner Freunde und Bekannten? Bist du einer jener Künstler, die mitten im Satz plötzlich den Notizblock ziehen, um eine Idee zu notieren?

Ich bin vielleicht für Situationen in meinem Umfeld sensibilisiert, aus denen man einen Cartoon machen könnte. Ob diese Situationen dann tatsächlich so umgesetzt, weitergesponnen oder völlig verdreht werden, kann ich vorher nie sagen. Aber grundsätzlich ziehe ich natürlich aus Allem Inspirationen, und das muss nicht zwingend der Freundeskreis sein. Der Realitätsbezug ist also variabel.

Der Typ auf dem Buchcover ist viel zu schlank, aber ich gebe es zu: Eine gewisse Ähnlichkeit liegt vor, auch wenn diese Situation einen geringen Bezug zu Dingen hat, die tatsächlich so passiert sind. Da ich mich aber selbst nicht so ernst nehme, baue ich mich dann auch mal in solche Cartoons ein.

Zu den Künstlern mit dem nervigen Notizblock gehöre ich nicht. In der Regel müssen Einfälle erst ein wenig reifen, bevor ich sie aufschreibe. Von daher haben meine Freunde meistens meistens Zeit, ihre Sätze zu beenden.

Wann vergeht dir das Lachen?????

Beispielsweise als ich letztens mit dem Hund spazieren war und der meinte, direkt vor einer Pizzeria an einer vielbefahrenen Hauptkreuzung einen riesigen Haufen hinsetzen zu müssen. Dumm, dass ausgerechnet in dem Moment eine Rotphase war und mich gefühlte fünfzig Gesichter anstarrten. Meine Gesichtsfarbe muss die darauffolgende Grünphase überstrahlt haben, da einige nicht direkt wieder losgefahren sind und ein Hupkonzert startete. In dem Moment war mir nicht nach Lachen, jetzt – mit Abstand – schon.

Des Weiteren bei Rosenkohl, Gartenarbeit, und Streit mit der Freundin. Vor allem, wenn ich merke, dass ich im Unrecht bin.

Wie stehst du zur gerade wieder aktuellen Diskussion um das Urheberrecht (ACTA)? Stichworte Facebook und “Teilen”.

Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich mir noch kein abschließendes Urteil zum Thema ACTA gebildet. Ich bin ein sehr großer Fan davon, sich umfassend und bestmöglich zu einem Thema zu informieren, bevor man seinen Senf dazu gibt. Hierzu gehört dann eben auch, dass man die 51 englischsprachigen Seiten des Vertrages durcharbeitet (was ich noch nicht getan habe), und sich nicht nur auf Sekundärbeiträge verlässt. Sicherlich sind Befürchtungen um die Freiheit des Internets, Kritik an schwammigen Formulierungen und an dem Zustandekommen nachvollziehbar, aber an der ganzen Diskussion (wie auch an der Frage selbst) merkt man im Großen und Ganzen, dass zu viele Begrifflichkeiten wie Urheberrecht, ACTA, SOPA, Verwerter und so weiter, in einen großen Topf geworfen werden und die Diskussion dadurch unsachlich und emotional aufgeladen wird. Hier bedarf es umfassender Aufklärung.

Wenn man allerdings über das Urheberrecht spricht, dann redet man über geltendes Recht, das Künstlern ermöglicht, von ihrer Arbeit leben zu können und die Spielregeln für alle Beteiligten festsetzt. Für mich persönlich – also aus der Sicht eines Cartoonisten und Illustrators – kann ich das zur Veranschaulichung ja mal durch Beispiele mit Leben füllen:

Nehmen wir einmal an, eine Firma möchte sich von mir ein Logo (oder meinetwegen auch Maskottchen) entwerfen lassen, dann hat diese Firma ein berechtigtes Interesse daran, dieses exklusiv zu nutzen. Würde genau dieses Logo auch von anderen Firmen genutzt werden können, dann wäre der Sinn und Zweck eines Logos ad absurdum geführt. Also bezahlt mich diese Firma nicht nur dafür, dass ich das Logo erarbeite, sondern auch dafür, dass ich das niemand Anderem zur Verfügung stelle. Sprich: Dass ich ich ihr ein exklusives Nutzungsrecht verkaufe.

Solche eigentlich logischen, aber immateriellen Konstrukte sind durch das Urheberrecht möglich und sichern beide Seiten ab.

Die Absicherung beider Seiten ist beispielsweise auch nötig, wenn man ein Buch herausbringt. Der Verlag möchte sich ja nicht zum Spaß rechtlich absichern, indem Verträge erarbeitet werden und Geld gezahlt wird. Logischerweise hat der Verlag ein Interesse daran, dass ich dasselbe Buch nicht zeitgleich einfach an einen anderen Verlag gebe oder irgendjemand das ganze Buch kopiert und in Umlauf bringt. Ich schreibe „logischerweise“, weil man sich vor Augen halten muss, dass ein Verlag nun einmal ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen ist, das sehr viele Unkosten durch die Veröffentlichung eines Buches auf sich nimmt.

Es ist ja nicht mit den Druckkosten getan. Der Vertrieb, die Werbung, die Lagerung, die Mieten und nicht zuletzt die Löhne aller im Verlag arbeitenden Personen müssen durch so ein Buch mitfinanziert werden. Das sind alles Investitionen, die der Verlag schützen muss, und das ist eben auch nur durch eine genaue Definition der Nutzungsrechte auf Basis des Urheberrechts möglich.

Das sind jetzt zwei Beispiele, die das Zusammenspiel verdeutlichen. Durch das Urheberrecht ist es aber auch möglich, ein Zusammenspiel von vorneherein überhaupt nicht stattfinden zu lassen. Ein Künstler hat das Recht auf Selbstbestimmung und kann selbst entscheiden, mit wem er zusammenarbeiten möchte. Er muss es nicht dulden, dass seine Werke einfach so in irgendeinem Kontext verwendet werden, der ihm zuwider ist. Ich möchte meine Cartoons z.B. auch nicht in politisch, moralisch oder ethisch fragwürdigem Kontext verwertet sehen.

Bei den momentanen Diskussionen wirkt es so, als werde das Wort „Urheber“ fast wie ein Schimpfwort benutzt. Ich denke aber, dass man an den Beispielen sehen kann, dass das Urheberrecht nicht per se „böse“ ist. Es bietet nämlich eben auch den kleinen künstlerisch tätigen Einzelkämpfern Schutz und ermöglicht ihnen eine Lebensgrundlage.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand daran rütteln möchte. Niemand, der arbeitet, möchte das unentgeltlich tun. Wird das alles in Frage gestellt, müsste man die Diskussion folgerichtig ganz schnell um den Begriff des bedingungslosen Grundeinkommens erweitern. Von einer „Kultur-Flatrate“ ist ja auch schon die Rede.

Aber wo bliebe dann die autonome Selbstbestimmung des Künstlers, die ich im dritten Beispiel angesprochen habe?

Zum Thema Facebook und Teilen kann ich sagen, dass ich regelmäßig Cartoons auf meine Webseite stelle, die man sich kostenlos ansehen kann. Und natürlich freut es mich, wenn das Angebot auch von Vielen wahrgenommen wird. Ansonsten könnte ich genauso gut für die Schublade zeichnen.

Facebook ist da ein wunderbares Instrument, mit dem man weitere Personen erreichen kann, und das mir auch viel direkteres Feedback ermöglicht. Von daher „gefällt mir“ das; und die Leute, denen meine Cartoons gefallen, kaufen auch eher mal ein Buch oder Merchandising.

Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, wieso diverse „Spaß“-Seiten (egal ob eigenständige Webseiten oder die auf Facebook) Cartoons von mir oder meinen Kollegen nehmen, die Signatur wegretuschieren und durch ihre eigene ersetzen.

Wieso macht man so etwas? Hinter einer Zeichnung steckt immer viel Arbeit, und wenn man die schon unbedingt (unerlaubt) einbinden muss, kann man doch wohl wenigstens den Namen des Zeichners drin lassen. Das hat überhaupt nichts mehr mit Fairness zu tun.

Vielleicht wäre hierbei und bei der gesamten oben angesprochenen Diskussion schon Abhilfe geleistet, wenn sich jeder im Internet einfach nur so verhalten würde, wie man im realen Leben selbst auch behandelt werden möchte. Der kategorische Imperativ 2.0 sozusagen.

Wie viele Stunden am Tag sitzt du am Zeichentisch? Gönnst du dir auch mal ein klassisches freies Wochenende und Urlaub, oder kommt das zu kurz?

In Stunden kann ich das gar nicht genau sagen, weil ich nicht so oft auf die Uhr schaue, wenn ich zeichne. Das ist ja ein ganz gutes Indiz dafür, dass mir meine Arbeit Spaß macht. Allgemeiner ausgedrückt variiert das aber zwischen einem „normalen“ Arbeitstag und auch mal diversen Nachtschichten, wenn besonders viel zu tun ist oder Abgabetermine näher rücken. Mental bin ich aber wohl immer bei der Sache, weil es mit den Zeichnungen nicht allein getan ist und Ideen im Kopf rumspuken. Die klassischen freien Wochenenden oder Urlaub kommen momentan in der Tat ein wenig zu kurz, so dass ich versuche, Signiertermine, Ausstellungseröffnungen, Zeichnertreffen etc. mit dem Besuch von Freunden zu verbinden und diese Zeit besonders zu genießen.

Ansonsten entspanne ich beim Musikmachen mit meiner Band, bei Horrorfilmen und Serien, oder beim Playstation-Spielen. Wobei ich letzteres als harte Arbeit tarnen kann, da ich in dem Bereich schon länger Rezensionen schreibe.

Wie entstehen Deine Cartoons technisch? Arbeitest Du noch klassisch mit Stift und Papier oder komplett digital? Wie färbst Du die Cartoons?

Zuerst wird recht klassisch eine Skizze mit Blaustift auf Papier gemacht. Wenn diese in Ordnung ist, wird das Ganze getuscht und eingescannt. Dank Blaustift muss ich auch nicht radieren, weil der Scanner mit gewissen Voreinstellungen die Skizze nicht „sieht“. Der Scan wird dann am Computer mit Grafiktablett von Wacom und Photoshop nachbearbeitet, um die Qualität zu verbessern und die Weiterverarbeitung zu ermöglichen. Dann wird koloriert, schattiert, Highlights werden gesetzt, Linien koloriert, und zum Schluss kommt der Text hinzu. Meine Handschrift habe ich als Font angelegt, was zum Beispiel für Übersetzungen praktisch ist, und überhaupt für Änderungen. Da sich das aber recht dröge anhört, hab ich einfach mal ein paar Fotos und Screenshots gemacht, wie das so in der Praxis aussieht.

 

 

Stimmt es, dass du in einem Roman von Raymund Krauleidis einen Cameo-Auftritt hast?

Ja, das stimmt. Und zwar in „Schmoltke all inclusive“, dem zweiten Roman um Raymunds Antihelden Herr Schmoltke. Dieser erbsenzählende Buchhalter versteigt sich im Buch unter anderem in die Idee, Cartoons zeichnen zu müssen und diese seinem Umfeld zu zeigen. Natürlich traut sich keiner, ihm zu sagen, dass die Zeichnungen weder lustig noch gut gezeichnet sind, was zu vielen Fremdschäm-Momenten führt. Es wurde für den Verlauf der Geschichte natürlich eine Initialzündung gesucht, wieso sich Herr Schmoltke auf einmal denkt, dass er fortan Witzbilder zeichnen müsse.

Hier kommt ins Spiel, dass Raymund und ich gut befreundet sind, und er eines Abends anrief und ein kleines Rollenspiel mit mir veranstaltete. Nach dem Motto: „Stell Dir vor, Du bist im Urlaub und triffst dort zufällig auf Herrn Schmoltke. Wie verläuft ein Gespräch über Deinen Job?“

Das Telefonat war sehr kurzweilig, und letztendlich trete ich tatsächlich in einem Roman auf.

Das hat mich so gefreut, dass ich aus der Szene einen Comic für Raymund gemacht habe, den man sich hier anschauen kann: http://www.schmoltke.de/?p=9

Schizophrenerweise durfte ich dann auch noch in die Rolle von Schmoltke schlüpfen und die schlechten Cartoons als Kapitel-Titelbilder für das Buch illustrieren.

Inwieweit wurdest du schon mit dem Tod konfrontiert und hat es deine Cartoons beeinflusst?

Leider gehört es zum Leben dazu, dass wir alle mit dem Tod konfrontiert werden, und selbstverständlich musste ich auch schon traurige Erfahrungen sammeln. Ich glaube aber, dass mich der Verlust eines geliebten Menschen nicht in der Form beeinflusst, dass ich das in Cartoons verarbeite. Eher im Gegenteil: Trauer lähmt unglaublich.

In Bezug auf den Namen meiner Webseite, oder warum in meinen Cartoons so oft der Sensenmann auftaucht, ist die Antwort sicherlich bisher sehr unbefriedigend.

Mit dem Namen der Webseite verhält es sich eigentlich überraschend unspektakulär: 2004 brachte ein Verlag, den es nicht mehr gibt, mein erstes eigenes Cartoon-Buch heraus. Bei der Vorarbeit suchten der Verleger und ich einen roten Faden angesichts des Haufens an Cartoons, die ich zu unserem Treffen mitbrachte. Da der Humor teilweise recht schwarz war und eben oft Sensen auftauchten, kristallisierte sich irgendwie „Tot aber lustig“ als Motto heraus. Ich persönlich hatte andere Favoriten, letztendlich war das dann aber die Entscheidung des Verlags.

Man kann sich möglicherweise vorstellen, wie das mit dem ersten eigenen Buch so ist: Total stolz und motiviert habe ich natürlich eine Webseite zum Buch machen wollen, die dann eben genau so hieß.

In der Nachbetrachtung waren meine Cartoons zu dem Zeitpunkt bei weitem noch nicht so weit, als dass man sie in ein Buch hätte drucken können oder dürfen. Das Ganze ging eigentlich zu schnell und war überhaupt nicht ausgereift. Das Buch ist (hoffentlich) in Vergessenheit geraten, die Webseite gibt es mit immer mehr Sensenmann-Cartoons noch heute.

Der Sensenmann in Cartoons ist ja an sich auch nichts Besonderes. Ich denke, dass fast jeder Cartoonist etwas zum Thema im Repertoire hat. Das liegt insbesondere daran, dass fast jeder etwas mit der Personifizierung des Todes anfangen kann, und deshalb auch die Gags eher zünden als bei anderen Themen, bei denen die Schnittstelle des gemeinsamen Wissens von Cartoonist und Leser nicht so groß ist. Wie z.B. bei Quantenfeldtheorien der nichtgravitativen Wechselwirkungen oder der Generativen Transformationsgrammatik.

Was machst Du, wenn Du in einem Kreativen Loch steckst? Also so wirklich mal gar keine Ideen hast? Hilfst Du Dir mit Alkohol, Drogen oder Frauen? Oder was stellst Du an, um frische Ideen zu bekommen?

Mein Freund Oliver Uschmann sagte einmal während einer Lesung, dass Hemingway nicht so ein guter Schriftsteller war, weil er so viel, sondern obwohl er so viel gesoffen hat. Da steckt viel Wahrheit drin. Vor allem, weil man unter Alkoholeinfluss (und das wird im Drogensuff nicht anders sein) unter völliger Fehleinschätzung seiner eigenen Handlungen leidet. In Bezug auf Ideen heißt das, dass man unter Umständen Einfälle glorifiziert, die nüchtern betrachtet in die Tonne gehören. Insofern halte ich das für kein adäquates Hilfsmittel, auch wenn ich generell zu einem leckeren Pils nicht Nein sage.

Zum Thema Frauen (Plural) kann ich nichts sagen, da ich eine liebe Freundin habe, die mit solchen Experimenten sicherlich nicht einverstanden wäre. Sie inspiriert mich aber auch schon genug, wovon sehr viel mit in das Buch „Heute darfst du dir was wünschen“ eingeflossen ist. Wobei ich dabei – wie weiter oben beschrieben – offen lasse, wie groß der Realitätsbezug der Cartoons tatsächlich ist.

Zum Glück stellt sich die Frage nach dem kreativen Loch aber gar nicht. Ich habe gefüllte Notizbücher, aus denen ich schöpfen kann, um auch mal weniger produktive Phasen zu überbrücken. Die frischen Ideen kommen dann meist von ganz alleine. Bevorzugt beim Spazierengehen mit dem Hund, wenn man nicht vom Telefon, Internet oder anderen Berieselungen abgelenkt ist.

 

Daniel Klein

Author: Daniel Klein

Comics, Science Fiction und Videospiele begleiten mich seit meiner Kindheit. Im Nachhinein muss ich mich eigentlich bei meinen Eltern entschuldigen, da ich ich ihnen andauernd irgendwelche Comichefte, Actionfiguren oder Raumschiffe aus den Rippen geleiert habe. Ach und danke Oma, für den GameBoy, durch den ich die Welt der digitalen Unterhaltung betreten und bis heute nicht mehr verlassen habe. Heute bin ich natürlich älter und weiser, aber die kindliche Faszination hat die Jahre überdauert und jetzt bin ich sozusagen Berufs-Nerd. An Comics schätze ich, dass kein anderes Medium eine derartige Erzählkunst, mit einem Mix aus Schrift und Bild in unendlichen Variationen bietet.

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6 Kommentare

  1. Der Mich(a)el wieder. 🙂

    Wirklich sehr fleißig und ausführlich, so was liest man selten.
    Informativ und amüsant gleichermaßen!

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  2. klasse sag ich nur gerne gelesen und bei manchem geschmunzelt 🙂

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  3. Daniel Klein

    Wir sind auch ganz begeistert von Michaels Antworten!

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  4. Danke – für die Antwort und auch für den Gewinn, auf den ich mich schon sehr freue (wann kommt er denn nur????) mein Sohn meinte – wenn es was mit dem Darth Vader ist – dann darf ich es mir in seinem Zimmer immer anschauen ,-)) ja so sind sie die lieben kids.
    Dir und deiner Freundin und deinem Hund noch ganz viele Lachstunden!!!

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  5. Hallo Jutta,
    ich wollte mich auch schon gemeldet haben und fragen, ob Du einen Wunschcartoon hast. Was mit Darth Vader soll es werden? Oder lieber extra nicht? 😉
    Ich kümmere mich jedenfalls sofort am Montag um Deinen Gewinn, sobald ich von der Buchmesse zurück bin.
    Liebe Grüße,
    Micha

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    • Hallo Michi!!
      Danke für deine mail – aber da bin ich jetzt echt egoMama/Frau – ich hab den Karton (,-))) gewonnen, also bitte etwas extra ohne den Darth Vader – eher in Richtung ‚Mann Frau‘ ( das mit dem Bügeln fand ich echt lustig)oder so, lass mich gerne überraschen!!!

      Noch viel Erfolg und Spass auf der Messe!!!
      jutta van gils

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