Feuer und Stein – Aliens

Nach dem erfolgreichen Start des Crossovers „Feuer und Stein“ mit dem Band Prometheus, geht es in der Fortsetzung mit neuem Kreativteam zurück zu James Camerons „Aliens“. Kann auch der zweite Band überzeugen und in wie weit ist die Geschichte mit dem ersten Band und dem Film verbunden?

Feuer und Stein - Aliens Panel 1

Als in James Camerons „Aliens – Die Rückkehr“ die Kolonie Hadley’s Hope von den Xenomorphs überrannt wird, schaffen es ein paar der Bewohner von LV-426 aka Acheron sich in einen Frachter zu retten und den Planeten zu verlassen, was im Film aber so nicht erwähnt oder gezeigt wird. Nach der Notlandung auf dem Nachbarplaneten LV-223, auf dem 88 Jahre zuvor die Prometheus ebenfalls landete, bemerken die Überlebenden, dass einige Aliens es ebenfalls in den Laderaum geschafft haben und flüchten in den Dschungel. Dumm nur, dass Waffen, Proviant und ein Notsender auf dem Frachter sind, welcher sich fest in der Hand der Xenomorphs befindet. Die Überlebenden müssen sich nun nicht nur gegen die Gefahren auf LV-223 zu Wehr setzen, sondern sich auch mit den Aliens anlegen, sofern sie eine Chance auf Rettung nutzen wollen. Einfach machen ihnen das die unheimlichen Wesen aus dem All dabei natürlich nicht, aber auch die Personen innerhalb der Gruppe müssen erstmal miteinander klarkommen.

Feuer und Stein - Aliens Panel 2

Vom Terror zu Mystery

Die Story von Chris Roberson startet voller Action mit dem Kampf der Kolonisten auf Acheron und geht direkt nach der Notlandung auf dem Nachbarplaneten in einen authentischen Überlebenskampf gegen die Aliens über, welcher der Atmosphäre der Filme kaum in etwas nachsteht. Diese Stimmung hält bis knapp über die Hälfte des Bandes an und geht dann eher in Richtung Mysterie-Sci-Fi ala Prometheus. Zwar sind die Xenomorphs weiterhin eine Bedrohung, aber die ehemaligen Kolonisten wissen sich inzwischen zu wehren. Dafür liegt der Fokus mehr auf neuartigen Monstern und auf der Analyse des Planeten und des „schwarzen Schleims“.

Selbstverständlich verknüpft Roberson seine Story mit den Geschehnissen aus dem vorausgegangenen Band des „Feuer und Stein“ Crossovers. Dabei spielt die Geschichte des vorliegenden Bandes 40 Jahre vor der des Prometheus-Bandes. Einige Storyelemente von Paul Tobin, klärt Chris Roberson dabei in seiner Geschichte auf. Das funktioniert hervorragend und die Arbeit der beiden Künstler wirken wie aus einem Guss. Somit muss eine perfekte Abstimmung der Autoren stattgefunden haben. Sehr beeindruckend.

Feuer und Stein - Aliens Panel 3

Zeichnerisch präsentiert sich der Aliens-Band dank der Arbeit von Patric Reynold deutlich rauer und düsterer als der Prometheus Band. Das passt aber sehr gut und erinnert auch an den Look des Films von James Cameron. Im Vergleich dazu wirkt die Arbeit von Juan Ferreyra zu „Feuer und Stein – Prometheus“ deutlich klarer und strukturierter.

Die Geschichten der beiden Bände wirken wie bereits erwähnt wie aus einem Guss, wobei man jedem Band eine persönliche Note des Autors definitiv anmerkt. Bei der zeichnerischen Ausarbeitung dagegen ist es ein absoluter Vorteil, dass sich der Stil der Künstler so klar unterscheidet.

Bonusinhalt mit Inhaltsbonus

feuer-und-stein-aliens-cover_webNeben der Hauptgeschichte findet sich eine kleine Bonusstory im Band wieder. In Aliens: Statusbericht, ebenfalls aus der Feder von Chris Roberson, wird eine direkte Verbindung zu James Camerons Film aufgebaut. Im Mittelpunkt stehen die Colonial Marines um Hicks und wie sie die Geschehnisse auf LV-426 überprüfen und gegen die Aliens kämpfen. Roberson erzählt dabei in einer beschleunigten Version einen Teil des Films und packt in einem passenden Moment einen Zusatz dazu, der eine perfekte Verbindung zwischen Comic und Film schafft. Cross Cult hat sich dazu entschlossen diese Bonusstory am Ende des Bandes zu platzieren. Ich hätte ihn direkt vor der Hauptstory platziert. Aliens: Statusbericht beinhaltet keine relevanten Spoiler für die Hauptgeschichte, bietet Kenner des Films aber einen wunderbaren Übergang zum Comic.

Fazit

Feuer und Stein behält auch mit dem Aliens Band seine Qualität bei. Die Verknüpfung der vorausgegangen Prometheus Geschichte und die Verbindung zu James Camerons Film, vor allem durch die Bonusgeschichte, sind nahezu perfekt. Zeichnerisch hebt sich der Stil von Reynolds angenehm von der Arbeit von Ferryra ab und bietet insgesamt einen sehr atmosphärischen Look.

zur Leseprobe

Feuer und Stein – Aliens von Chris Roberson und Patric Reynolds mit 114 Seiten im Softcover erscheint bei Cross Cult Übersicht der Feuer und Stein Titel bei Cross Cult: Feuer und Stein – Prometheus: erhältlich Feuer und Stein – Aliens: erhältlich Feuer und Stein – Aliens vs Predator 05.08.2015 Feuer und Stein – Predator 24.08.2015
Daniel Klein

Author: Daniel Klein

Comics, Science Fiction und Videospiele begleiten mich seit meiner Kindheit. Im Nachhinein muss ich mich eigentlich bei meinen Eltern entschuldigen, da ich ich ihnen andauernd irgendwelche Comichefte, Actionfiguren oder Raumschiffe aus den Rippen geleiert habe. Ach und danke Oma, für den GameBoy, durch den ich die Welt der digitalen Unterhaltung betreten und bis heute nicht mehr verlassen habe. Heute bin ich natürlich älter und weiser, aber die kindliche Faszination hat die Jahre überdauert und jetzt bin ich sozusagen Berufs-Nerd. An Comics schätze ich, dass kein anderes Medium eine derartige Erzählkunst, mit einem Mix aus Schrift und Bild in unendlichen Variationen bietet.

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