Doctor Strange: Der Eid

Diese Miniserie aus dem Jahre 2007 enthält Szenen, die auch die Macher des Kinoblockbusters „Doctor Strange“ so beeindruckten, dass sie für die große Leinwand adaptiert wurden.

Eine Apotheke fernab der Realität

Wong, der treue Diener von Doctor Strange, leidet an einer schweren Krankheit. Auf der Suche nach einem Heilmittel durchsucht der Meistermagier mystische Dimensionen und stellt sich dämonischen Gegnern. Doch die Elixier-Suche ist erst der Auftakt eines aufregenden Abenteuers,doc_strange_eid_szene das Dr. Strange und seine Gefährten auf eine harte Probe stellt.

Die Sünden der Vergangenheit

Brian K. Vaughan verknüpft geschickt die Ereignisse, die aus dem begnadeten Chirurgen Stephen Strange den Meister der Magie gemacht haben, mit einer Bedrohung seines treuen Gefährten Wong. Besonders gelungen ist hierbei die Chemie zwischen Doctor Strange und Night Nurse, einer Ärztin, die verwundete Superhelden wieder zusammenflickt. Das Schicksal bringt die Beiden zusammen und fortan liefern sie sich pointierte Dialoge. Der Gegenspieler bei der Jagd auf das Heilmittel ist passend gewählt und seine Motive überschreiten den typischen Superschurkenhorizont. Vaughan verbeugt sich auch vor dem zeichnenden Mitschöpfer des Sorcerer Supreme, indem er das Heilmittel Otkids Elixier tauft. Ein augenzwinkerndes Anagramm von Steve Ditkos Nachnamen. Dies ist jedoch nur eins der vielen verspielten Details, die der Autor ganz beiläufig einstreut. So gibt es einen großen Pharmakonzern mit dem Namen Timley, eine Anspielung an den früheren Namen des Marvel Verlags und auch der Disney doc_strange_eid_coverKlassiker „Die Hexe und der Zauberer“ bekommt seine Hommage.

Langjährige Freunde

Brian K. Vaughan und der Zeichner Marcos Martin haben schon mehrfach zusammengearbeitet und auch bei „Der Eid“ ergänzen sich die beiden Kreativen gut. Auch wenn der dünne Strich gerade der Mimik der Night Nurse nicht immer zuträglich ist, schafft es der spanische Zeichner jedoch immer, die Auswirkungen der Magie eindrucksvoll zu Papier zu bringen, Egal, ob Martin einen Bannspruch zeichnet oder dem Leser einen Einblick in einer andere Dimension gewährt, stets ist das Magische greifbar und wirkt doch glaubwürdig. Der Zeichner variiert geschickt seine Seitenkomposition, um so den Erzählfluss von Vaughan optimal zu unterstützen und das Auge des Lesers souverän zu führen.

Fazit

Eine zeitlose Geschichte, die man ohne großen Vorwissen genießen kann. Ein idealer Einstiegspunkt in Marvels magische Welt und eine Pflichtlektüre für alle Kinogänger, die mehr von Doctor Strange sehen wollen.

Doctor Strange: Der Eid von Brian K. Vaughan und Marcos Martin ist bei Panini Comics erschienen. Preis 14,99€ Umfang 132 Seiten
Marcus Koppers

Author: Marcus Koppers

Durch verschiedene Comicverfilmungen habe ich das Medium relativ spät für mich entdeckt. Seit dem bin ich besonders den Superhelden verfallen. Aber auch alle andere Geschichten die die Eigenheiten des Mediums nutzen können mich begeistern.

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