Der Tod von Superman 1: Der Tag an dem Superman starb

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Über fünfzig Jahre lang galt Superman als nahezu unverletzlich. Geradezu gottgleich setzte sich der Stählerne für die Menschheit ein. Doch dann konfrontierten die Autoren den Überlebenden von Krypton mit Doomsday, einer unaufhaltsamen Urgewalt. Der Kampf der Titanen zeigte das Undenkbare und ging in die Comicgeschichtsbücher ein. Zum 75 jährigen Jubiläum wird der Tod von Superman neu aufgelegt.

Ruhm und Ehre

Superman untersucht eine Reihe von Stromausfällen, die Metropolis lahm legen. Außerdem tritt der strahlende Held in einer TV-Show auf. Währenddessen bahnt sich eine mysteriöse Gestalt unaufhaltsam den Weg nach Metropolis.SoftcoverSelbst der Justice League gelingt es nicht, den Koloss aufzuhalten. Als Superman den Weg des geheimnisvollen Unbekannten kreuzt, kommt es zu einem unvergleichlichen Kampf der Superwesen. Superman muss an seine Grenzen gehen, um der Gestalt Einhalt zu gebieten. Als sich der Staub gelegt hat, sehen die Menschen das undenkbare Grauen. Der Kampf gegen Doomsday hat ein unglaubliches Opfer gefordert: Superman ist tot!

Kraang!, Kraang!, Krakomm!

Die Idee, die diesem Comic zugrunde liegt, entstand auf aus einem Witz. Auf einer Redaktionssitzung soll Jerry Ordway den Vorschlag gemacht haben, den unbesiegbaren Superman zu töten. Der Witz geisterte ein wenig in den Köpfen der Kreativen umher und klang einfach zu verlockend. Also schuf Ordway zusammen mit Dan Jurgens, Louise Simonson und Roger Stern die brachiale Urgewalt mit dem klangvollen Namen Doomsday.
Er legt einen eindrucksvollen Erstauftritt hin. Über mehrere Seiten sieht der Leser, wie sich eine Faust aus einem stählernen Gefängnis befreit, um einen unaufhaltsamen Gewaltmarsch zu beginnen.

Hardcover

Sein Pfad der Zerstörung zieht sich durch mehrer Comicserien, die hier möglichst chronologisch zusammengestellt wurden. Dennoch bekommt der Leser einige Informationen mehrfach. Darüber hinaus ist der Einstieg etwas holprig, da gerade im ersten Kapitel vermehrt auf Supermans vorheriges Abenteuer eingegangen wird. Ansonsten steht die Action klar im Vordergrund. Um die Kraft von Doomsday zu verdeutlichen, bekommt die Justice League (in einer Besetzung die stark an Justice League International erinnert) eindrucksvolle Gegenwehr.

Ganzseitige Muskelshow

Gerade das letzte Kapitel ist eine Aneinanderreihung von eindrucksvollen Splashpages, auf denen sich Superman und Doomsday ausgiebig prügeln. Lange, bevor die Echtzeitserie 24 den Splitscreen ins Fernsehen brachte, nutzen die Künstler hier eine ähnliches Stilmittel. Während Superman ein TV-Interview gibt, sieht der Leser auf der restlichen Seite, wie die Justice League gegen Doomsday kämpft. Man sieht den Zeichnungen zwar ihr Alter an und auch so manche Proportion wirkt aus dem Ruder gelaufen, aber insgesamt bekommt der Leser eindrucksvolle und dynamische Bilder einer epischen Superheldenprügelei.

Fazit

Die Erzählung rund um den Tod von Superman ist auf vier Bände angelegt. Überraschenderweise tritt der Tod des Stählernen bereits am Ende des ersten Bands ein. Dieser klassische Comicmoment kommt in der Sammelausgabe gut zur Geltung und ermöglicht so einer neuen Generation von Lesern dieses spektakuläre Ereignis nachzulesen. Außerdem ist der Band eine Empfehlung für alle Nostalgiker, die gerne in der Vergangenheit schwelgen.

Leseprobe

Der Tod von Superman 1 von Jerry Ordway, Dan Jurgen, Louise Simonson, Roger Stern und anderen ist bei Paninicomics erschienen. Die 180 Seiten sind als Softcover (16,95€) und limitiertes Hardcover (29,00€) erhältlich.

Marcus Koppers

Author: Marcus Koppers

Durch verschiedene Comicverfilmungen habe ich das Medium relativ spät für mich entdeckt. Seit dem bin ich besonders den Superhelden verfallen. Aber auch alle andere Geschichten die die Eigenheiten des Mediums nutzen können mich begeistern.

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